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Apfeljagen

DIE SCHRITTE IM GUT DRAUF-PROZESS

Orientierung und Anmeldung

Sie sind auf die Kinder- und Jugendaktion GUT DRAUF der BZgA aufmerksam geworden und möchten mehr von diesem integrierten Konzept der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen erfahren.

Schritt 1 – Erstberatung und Bewerbung als GUT DRAUF-Partner

Nehmen Sie bitte Kontakt auf mit der GUT DRAUF-Gesamtkoordination. Am einfachsten geht dies über das GUT DRAUF-Kontaktformular!

Sie erfahren dann detailliert, welche Voraussetzungen eine Einrichtung erfüllen muss, damit Sie nach GUT DRAUF geschult werden kann, welche einführenden Schulungen und welche weiterführenden Leistungen es gibt. Die Gesamtkoordination informiert Sie auch darüber, welche Angebote kostenfrei und welche kostenpflichtig sind. Diese Erstberatung erfolgt in der Regel telefonisch oder schriftlich. Es entstehen für Sie keine Kosten.

Auf Wunsch kann ein Informationsworkshop beispielsweise in Ihrer Einrichtung, auf regionaler Ebene oder in einem Dachverband durchgeführt werden. Erfahrene GUT DRAUF-Trainerinnen und -Trainer erläutern ausführlich und anhand von Praxisbeispielen die Möglichkeiten, die sich mit GUT DRAUF für Sie eröffnen und wie die Kinder- und Jugendaktion der BZgA methodisch umgesetzt wird. Das Treffen dauert in der Regel vier Stunden. Es fallen Honorar- und Reisekosten an. Detaillierte Informationen sind auf Anfrage bei der Gesamtkoordination erhältlich.

Einstieg per Basisschulung

Zur Einführung in die inhaltlichen Grundlagen und die Umsetzung von GUT DRAUF nehmen pädagogische Fachkräfte im Auftrag der Partner-Einrichtung an einer dreitägigen GUT DRAUF-Basisschulung teil.

Schritt 2 – Schulung von GUT-DRAUF-Teamern & -Teamerinnen

Die Teilnahme an der dreitägigen Basisschulung ist kostenfrei. Die Reisekosten müssen von den Teilnehmenden übernommen werden. Nach Abschluss der Basisschulung erhalten die Teilnehmenden ein Teamer/-innen-Zertifikat, das unter anderem Voraussetzung für die Beteiligung an einem umfassenderen Qualitätsentwicklungsprozess ist.

Berichte von GUT DRAUF-Basisschulungen

Voraussetzung ist, dass sich die Einrichtung zunächst als Partnerorganisation von GUT DRAUF offiziell anmeldet (Download Anmeldeformular; Textdatei, 240 KB) und die Mitarbeiterin bzw. den Mitarbeiter für eine GUT DRAUF-Schulung freistellt. Diese werden drei- bis viermal im Jahr zu festen Terminen an unterschiedlichen Veranstaltungsorten angeboten und von erfahrenen Trainerinnen und Trainern durchgeführt. In diesen Basisschulungen erfahren Sie, wie Sie einen Entwicklungsprozess nach GUT DRAUF beginnen, welche strukturellen Veränderungen Sie einleiten und welche konkreten Projekte mit Kindern und Jugendlichen Sie planen und umsetzen können.

Auf Wunsch können diese Veranstaltungen auch als Inhouse-Schulungen bzw. Trägerschulungen durchgeführt werden. Für weitere Informationen und Absprachen zu diesen Schulungsformaten steht Ihnen die Gesamtkoordination zur Verfügung. Die BZgA kann unter bestimmten Umständen einen Finanzierungsanteil für diese Schulungen übernehmen.

Für Schulen und Ausbildungsbetriebe bietet sich fachlich eine Inhouse- oder Trägerschulung an. Für diese gelten ebenfalls die zuvor beschriebenen finanziellen Konditionen.

Anmeldung, Infos und Termine – GUT DRAUF-Basisschulungen

GUT DRAUF in der eigenen Einrichtung

Einrichtungen, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach GUT DRAUF geschult sind (GUT DRAUF-Teamerinnen und -Teamer), beginnen mit der Entwicklung und Durchführung von GUT DRAUF-Angeboten.

Schritt 3 – Implementierung von GUT DRAUF

Anhand der GUT DRAUF-Qualitätsstandards können die neuen GUT DRAUF-Partner gesundheitsfördernde Angebote in Hinblick auf das EBS-Konzept erarbeiten bzw. qualifizieren.

Die GUT DRAUF-Qualitätskriterien werden in Qualitätsstandards konkretisiert, die den Einrichtungen je nach den fünf Handlungsfeldern Kriterien für ihre gesundheitsbezogene Qualitätsentwicklung an die Hand geben. Die MUSS- und KANN-Standards beschreiben konkrete Handlungsanweisungen für Qualitätsssicherung sowie Struktur- und Programmqualität, die eine GUT DRAUF-Einrichtung erfüllen muss, um zertifiziert zu werden.

Die Qualitätsstandards stehen allen GUT DRAUF-Partnern im Intranet zur Verfügung.

GUT DRAUF unterstützt Ihre Einrichtung auf unterschiedlichen Ebenen mit passgenauen Instrumenten der Praxisbegleitung:

  • vielfältige Praxismaterialien und Medien über www.bzga.de und www.gutdrauf.net,

  • das Intranet als interne, geschützte Kommunikationsplattform mit Informationen und Materialien für Ihre Arbeit,

  • regelmäßige Informationen über den GUT DRAUF-Rundbrief,

  • jährlich stattfindende Fachtage zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten der Gesundheitsförderung tragen zur Entwicklung Ihrer Arbeit und zum kollegialen Erfahrungsaustausch bei.

Weiterführende Informationen zu Themen, Terminen und Konditionen erfahren Sie bei der Gesamtkoordination und finden Sie auf www.gutdrauf.net.

Auf Wunsch können darüber hinaus kostenpflichtige Fachberatungen von GUT DRAUF-Trainerinnen und -Trainern durchgeführt werden, um Sie bei der Umsetzung von GUT DRAUF zielgenau und einrichtungsspezifisch zu unterstützen.

Weiterführende Informationen zu den finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen erfahren Sie bei der Gesamtkoordination.

Praxisberichte aus den GUT DRAUF-Handlungsfeldern

GUT DRAUF-Label oder GUT DRAUF-Zertifikat

Ist Ihre Einrichtung an einer nachhaltigen Umsetzung von GUT DRAUF interessiert, können Sie sich für zwei – unterschiedlich ausgerichtete – Verfahren der Qualitätssicherung entscheiden.

Label nach GUT DRAUF

mit einer Gültigkeit von zwei Jahren, das für den Nachweis vor allem programmspezifischer Standards steht.

Es bietet sich für Institutionen an, die nicht ihre gesamte Einrichtungsstruktur zertifizieren sondern Teilbereiche oder Einzelprogramme ihres Angebots „labeln“ lassen möchten. Voraussetzung ist u. a., dass mindestens eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter über ein Zertifikat als Teamer bzw. Teamerin verfügen und ein oder mehrere Programme nach GUT DRAUF regelmäßig bzw. über einen längeren Zeitraum angeboten (z. B. im Jugendreisebereich) oder in der eigenen Einrichtung umgesetzt werden.

Die Vergabe des Labels erfolgt nach einer Überprüfung der schriftlich eingereichten Unterlagen durch die Gesamtkoordination. Dieses Verfahren ist kostenfrei.

Ein Label empfiehlt sich vor allem für Einrichtungen und Organisationen, die sich auf die Entwicklung und Durchführung von Bildungs- und Freizeitprogrammen spezialisiert haben und diese zusätzlich nach Qualitätskriterien der Gesundheitsförderung – auch im Sinne einer stärkeren Wettbewerbsfähigkeit – ausrichten möchten. Außerdem bietet das Label eine gute Grundlage für eine spätere Zertifizierung der gesamten Einrichtung.

Eine Übersicht mit den zu erfüllenden Standards für ein Label, das Anmeldeformular für den Erwerb des Labels und der Überprüfungsbogen sind im Intranet von gutdrauf.net niedergelegt. Die Zugangsdaten erhalten Sie auf Anfrage bei der Gesamtkoordination.

Zertifizierung nach GUT DRAUF

mit einer Gültigkeit von drei Jahren für Einrichtungen, die im Rahmen eines Audits nach den Qualitätsstandards des jeweiligen Handlungsfelds zertifiziert werden und ein entsprechendes Qualitätssiegel (u. a. in Form eines Banners oder Türschilds) für Ihre Außendarstellung tragen möchten.

Das mehrstufige Prüfverfahren erfolgt u. a. auf Grundlage einer umfassenden Selbstbewertung, durch eine schriftliche Dokumentation zur Erfüllung der Qualitätsstandards, durch ein Audit in der Einrichtung mit anschließender Dokumentation des Audits sowie durch die Vergabe einer offiziellen Zertifikatsurkunde der BZgA.

Der Erwerb eines Zertifikats bietet Ihrer Einrichtung u. a. folgende Vorteile:

  • Als umfassendes, standardisiertes und extern überprüftes Qualitätsmanagementsystem erfüllt es die Anforderungen eines professionellen Zertifizierungsverfahrens, was u. a. ein Vorteil in der Mittelakquisition und in der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern sein kann.

  • Als Qualitätssiegel einer Bundesbehörde mit ausgewiesener und anerkannter Fachkompetenz hebt es sich von allgemeinen Zertifizierungsverfahren ab und weist Ihre Einrichtung mit spezifischen Kompetenzen im Bereich der Gesundheitsförderung (Schwerpunkt Ernährung – Bewegung – Stressregulation) aus.

Für die Zertifizierung fallen Kosten an.

Einrichtungen, die sich für ein Zertifizierungsverfahren entscheiden, erhalten ein umfassendes Qualitätshandbuch, das u. a. der Unterstützung bei einer ersten Bestandsaufnahme und der Dokumentationsverwaltung dient und darüber hinaus eine Arbeitshilfe für die Vorbereitung des externen Audits zum Erwerb des Qualitätssiegels ist.

Weitere Informationen zum Zertifizierungsverfahren sowie sämtliche Formulare und Unterlagen finden Sie im Intranet von www.gutdrauf.net. Die Zugangsdaten erhalten Sie auf Anfrage bei der Gesamtkoordination. Informationen zu den anfallenden Kosten von Labelung und Zertifizierung erhalten Sie auf Anfrage ebenfalls bei der GUT DRAUF-Gesamtkoordination.