Am 28. April 2026 fand ein weiteres GoJa Netzwerktreffen (Gesundheitsorientierte Jugendarbeit) mit Vertreterinnen und Vertretern Kölner Jugendeinrichtungen statt. In der Bodestraße kamen die Jugendeinrichtung Kingz & Queenz, der Bauspielplatz, das Quäker Nachbarschaftsheim, die Jugendwerkstatt Ehrenfeld, das AWO- Jugend-& Nachbarschaftshaus Bodestraße, das Jugendhaus Treffer, die Jugendpflege Lindenthal, die Jugendpflege Ehrenfeld sowie transfer e. V. zusammen, um sich über verschiedenste Themen der gesundheitsorientierten Jugendarbeit auszutauschen.
Auf Wunsch des vorherigen Netzwerktreffens gab es seitens des transfer e. V. einen kleinen Input zum Thema Vapes, Snus und Nikotin, woraufhin ein kurzer Austausch über den Umgang solcher Mittel in den Einrichtungen entstand.
Zentrales Thema des Treffens
war die Besprechung, welche Projekte im Rahmen von GUT DRAUF in den Einrichtungen zukünftig umgesetzt werden sollen. Hierfür gab es aus den Einrichtungen spannende Neuigkeiten:
Im Quäker Nachbarschaftsheim richtet am 8. Mai 2026 erneut das Feelings Festival aus, bei dem Kinder durch verschiedenste Angebote Gesundheit in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung zu erleben. Das Thema mentale Gesundheit wird beispielsweise durch einen Entspannungsbereich, oder einen Workshop zum Thema Gefühle aufgegriffen. Außerdem gibt es einen Hindernisparcours, eine Schnitzeljagd zum Thema Gesundheit, sowie die Möglichkeit, Obst und Gemüse selbst anzubauen.
Die Jugendwerkstatt Ehrenfeld bietet verschiedene Gesundheitsaktionen wie sportliche Ausflüge, gemeinsames Kochen, Vorträge zu Ernährung, Fitness und aktuellen Lebensmitteltrends, wie Proteinen, an.
Das Jugendhaus Treffer berichtet von wöchentlichen Sportangeboten wie Fußball, aber auch gemeinsamen Kochaktionen mit Inhalten zu Vitaminen und Nährstoffen, die von den Jugendlichen mit Begeisterung angenommen werden. Auch finden viele durch die Jugendlichen initiierte persönliche Gespräche über mentale Gesundheit statt. Zudem wurde auf ein Fußballturnier aufmerksam gemacht, für das eine Anmeldung beim nächsten Mal möglich ist.
Am Bauspielplatz soll Fußball bald als verbindliches Trainingsangebot stattfinden. Auch stehen eine Hüpfburg sowie Kochangebote zur Verfügung, um Spaß an Bewegung und gesunder Ernährung zu fördern. Eine Besonderheit sind die Tiere auf dem Gelände, die den Kindern und Jugendlichen eine einzigartige Gelegenheit von Entspannung ermöglichen.
Im AWO Jugend-& Nachbarschaftshaus Bodestraße besteht der Zugang zu einer Vielfalt an Sportangeboten wie Fußball, Tischtennis, Kicker, oder sogar einer Multiwall-Anlage, um den Kindern täglich Zugang zu Bewegung zu ermöglichen. Außerdem gibt es einen „Chillraum“, der zur Entspannung dient, sowie die Möglichkeit gemeinsam zu kochen.
Die Jugendeinrichtung Kingz & Queenz stellt neben verschiedenen Sportangeboten, gesunden Snacks und Gärtnern ein Tonstudio zur Verfügung. Durch das Verfassen von Texten und das Schreiben von Liedern im Tonstudio können Jugendliche ihre Gefühle ausdrücken und verarbeiten.
Ein weiterer besprochener Punkt waren die XLETIX Kids Events und der Hinweis darauf, dass die Anmeldung noch möglich ist und noch Freitickets für zertifizierte Einrichtungen zur Verfügung stehen.
Anschließend stellte Carolin Schmid,
die derzeit ihr Praxissemester bei transfer e. V. absolviert, ein Detektivspiel zum Thema Zucker vor. Dieses soll Fachkräften in der gesundheitsorientierten Kinder- und Jugendarbeit eine Idee mit an die Hand geben, wie Kinder schon früh für versteckten Zucker in vermeintlich gesunden Lebensmitteln aufmerksam gemacht und auf spielerische Art und Weise sensibilisiert werden können. Daraufhin entstand ein kleiner Diskurs darüber, wie gesunde Ernährung in den Einrichtungen generell attraktiver gestaltet werden könnte. Dabei wurde das Verknüpfen gesunder Ernährung mit positiven Vorbildern mithilfe von Spiel und Spaß oder gesundes Kochen als Belohnung nach einem Wettbewerb vorgeschlagen.
Im Anschluss erläuterte Wencke Muckenhaupt
von transfer e. V. ihre Handreichung zum Thema Achtsamkeit, die Instrumente dazu beinhaltet, wie Selbstwirksamkeit und Resilienz bei Stress in akuten und dauerbelastenden Situationen gestärkt werden können. Dabei wurde auf alltagsnahe und niedrigschwellige Methoden, wie den „wenn-dann-Plan“ oder das Innehalten und tiefe Durchatmen vor einer Reaktion, hingewiesen. Infolgedessen entstand ein Austausch darüber, wie in den Einrichtungen mit Stress umgegangen wird und wie Belastung und Überforderung mithilfe einer offenen Kommunikation und sozialer Unterstützung innerhalb des Teams, überwunden werden können.
Wir bedanken uns herzlich für die zahlreiche Teilnahme und den offenen Austausch mit euch und freuen uns auf das nächste Mal.
Text & Foto: transfer e. V.


