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GUT DRAUF-Fachtag Erlebnispädagogik – Citybound

Der Herbst hatte begonnen, die Außentemperatur betrug 9 Grad Celsius, der Himmel war in monochromes Grau gekleidet. Es nieselte leicht, und für den Mittag war fürs Kieler Zentrum Starkregen gemeldet.

Der Plan steht
Herausforderungen wollen vorbereitet sein
Erlebnispädagogik von A bis Z

All das konnte die Teilnehmenden des GUT DRAUF-Fachtages „Erlebnispädagogik 2 – Citybound“ und ihren Trainer, Sebastian Sonntag, am 1. Oktober 2019 nicht davon abhalten, sich mit Feuereifer in Tag zu stürzen: Denn es gab viel zu tun.

Unter der Vorbereitung und Planung der sehr erfahrenen Netzwerkkoordinatorin von GUT DRAUF in Kiel, Barbara von Eltz, war ein sehr heterogenes und vielfältiges Team zusammengekommen. Die Herausforderung war, Menschen aus ihrer Komfortzone zu holen, um sie mit Vertrauen auf dem Weg zu neuen Kompetenzen zu begleiten.

Stattfinden konnte der Fachtag dank der Unterstützung von Benjamin Burkhardt vom Kieler MTV von 1844 e. V., dem Sportzentrum und GUT DRAUF-Partner am Schrevenpark nahe des Kieler Zentrums.

Da wir sieben Stunden Zeit einplanen konnten, starteten wir mit dem Anknüpfen an den 1. Kieler Fachtag zur Erlebnispädagogik und einer Kennenlernrunde, so dass bereits nach kurzer Zeit die Berührungsängste untereinander abgebaut waren. Es folgte eine Auseinandersetzung mit dem Persönlichkeitsmodell von Riemann/Thomann, das mit einem praktischen Experiment endete und spannende Einblicke in unsere Konstitution ermöglichte.

Im Anschluss ging es hinaus unter freien Himmel, hinein in die verschiedenen Herausforderungen, die fast alle damit begannen, in einem untypischen Setting fremde Menschen anzusprechen und sie zu Ungewohntem einzuladen. Einige TN versuchten, jemanden zu finden, der bereit war, berühmte Filmszenen und Yogapositionen vor aller Augen nachzustellen und sich dabei ablichten zu lassen. Eine andere Gruppe war unterwegs, Kieler Passanten nach ihrem Lieblingslied, das sie mit ihrer Stadt verbindet, nicht nur zu befragen, sondern sogar einen Teil davon aufzunehmen und so damit beizutragen, die „Playlist Kiel“ zu erstellen.

Ein nachhaltig-vegan-lokales Mittagsmahl im nahegelegenen Restaurant brachte alle nach diesem herausfordernden praktischem Teil wieder zusammen und läutete die Auswertung und Nachreflexion ein, deren Ergebnissicherung einen wesentlichen Bestandteil eines gelungenen Erlebnispädagogik-Programms ausmacht.

Gegen 16 Uhr ging es dann auch schon in die Abschlussrunde. Die Geschehnisse des Tages wurden ausgewertet. Sowohl der Wunsch nach neuem GUT DRAUF-Fachtag-Input wurden laut als auch das Bedürfnis nach längeren Fachtagen mit mehr Zeit, um sich auszutauschen und die komplexen Inhalte weiter zu vertiefen.

Auch zum gegenseitigen Netzwerken konnte der Tag genutzt werden, und letztlich gingen alle gut angereichert auseinander.
Text & Fotos: Sebastian Sonntag

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