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Nachhaltigkeit mit Aha-Effekt

Am 25. Oktober 2019 fand ein GUT DRAUF-Fachtag zum Aspekt „Nachhaltigkeit“ mit 24 Teilnehmenden im Braunschweiger Jugendzentrum Rotation statt. Der Fokus lag auf: Wie gestalte ich methodisch niederschwellige Angebote für junge Menschen und wie baue ich Projektansätze und das regionale Netzwerk aus?

Kreativ, mit einem inspirierenden Methodenfeuerwerk, das auch große Anteile zur Selbstreflexion hatte, zeigte das GUT DRAUF-Team Doreen Remer und Dennis Fischer niederschwellige Zugänge zum Thema Nachhaltigkeit in der gewohnten GUT DRAUF-Wohlfühlatmosphäre auf. Zugänge wurden z. B. über Impulse durch Ernährungsaktionen, Spiele, Cartoons, Videoclips, Nachhaltigkeits-Tabu, Detektiv-Aktionen eröffnet. Auch die persönliche Haltung wurde spielerisch unter die Lupe genommen.

Thematisch knüpften die Spiele an die aktuelle Klimadebatte der „Friday for Future“-Bewegung an. In einem Verteilungsspiel wurde der CO2-Ausstoß und der Zugang zu Trinkwasser weltweit simuliert und das Engagement und die Haltung für die Lösung dieser Problematik aus der Länderperspektive beobachtet. Emotional intensive Momente waren verknüpft mit der Deklaration von persönlichen Zielen für Verbesserungen. Methodisch wurde „das Dranbleiben“ durch das Kreieren von individuell wirksamen Ankern im Alltag abgesichert. In einem World Café wurde Projektansätze entwickelt und auf den Weg gebracht.

In einer moderierten Diskussion mit Vertretungen von regionalen Initiativen und Students for Future wurde Sichtweisen kritisch ausgelotet und gemeinsame Schritte anvisiert. Einen Aha-Effekt gab es in der Auswertungsrunde, als es um die direkte Übertragbarkeit auf die unterschiedlichen Zielgruppen ging: Nachhaltigkeit wollen, heißt raus aus der persönlichen Komfortzone, heißt verändern, hinterfragen, vorweg gehen und gemeinsam dran bleiben.

Neben der thematischen Auseinandersetzung gab es genug Platz für den Erfahrungsaustausch zwischen den Jugendzentren in Braunschweig.
Text: Doreen Remer, Fotos: Doreen Remer, Dennis Fischer

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