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Wir reisen um die Welt

Für diesen Titel der GUT DRAUF-Schulung in Kiel erwärmten sich 18 Teilnehmende, die sich unter anderem aus den Handlungsfeldern Schule, Kindertagesstätte und Familienzentrum zusammensetzten. Die Koordinatorin für GUT DRAUF in Kiel, Barbara von Eltz, hatte eine bunte Mischung fröhlicher, interessierter Menschen für das Seminar vom 14. bis 16. Januar 2019 motiviert. Kirsten Barske, Kay Herzke und Karin Steinert leiteten das Treffen an einem spannenden Tagungsort einer Freikirche, der viele Herausforderungen bot.

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Stoff für den Methodenkoffer
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Ernährung, Bewegung, Stressregulation: GUT DRAUF
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Ernährungsbeauftragte sorgten für eine Stärkung
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Mit der Anmeldung zum Seminar in Kay‘s Corner gelang es schon zu Beginn, die Teilnehmenden in die vor Ort nötigen organisatorischen Aufgaben rund um das Seminar einzubeziehen. So gab es neben einem „Sonnenminister“, der für gute Laune sorgen durfte, ein „Clean Team“, ein „Lüftungsteam“ und Leute für die „heiße Pause“.

1. Tag

Dem Kennenlern-Part mit Spaß und Spiel durch Kirsten, Kay und Karin folgte eine Präsentation von Karin über die Grundlagen von GUT DRAUF mit anschließender GUT DRAUF-Chaosralley durch das Gebäude, bei der das eben Erfahrene über GUT DRAUF selbst erlebt werden konnte. Die Schulungsteilnehmenden hatten viel Spaß dabei und konnten sich die Umsetzung einer solchen Aktion in der eigenen Einrichtung gut vorstellen.

Kirsten ließ, nach einem großartigem Menü, zubereitet von Brigitte, der guten Seele der Küche, wieder Bewegung ins Spiel kommen und hatte für jede Funktion der Bewegung passende Spiele und Übungen im Gepäck. Die Teilnehmenden waren mit Feuer und Eifer sowie viel Spaß dabei. So konnten alle einen gut gefüllten Methodenkoffer mitnehmen und erfuhren, dass Bewegung nicht gleich Sport bedeutet und die Kenntnisse über die Funktionen dabei eine wichtige Rolle spielen. Der erste Tag ging dem Ende zu, und alle fuhren nach Hause, um am nächsten Morgen zu einem gut gefüllten Tag wiederzukommen.

2. Tag

Nach einer knackigen Aufwärmaktion mit Kay ging es über zum Baustein Stressregulation, der von Karin anhand des biologischen und transaktionalen Stressmodells von Lazarus vorgestellt wurde. Danach ging es in die Praxis, wo alle in Form eines World Cafés über eigene Stressoren, mögliche Stressoren Jugendlicher, eigene Ressourcen gegen Stress und Ressourcen von Kindern und Jugendlichen diskutierten. Dies unterstrich die Aussage von Lazarus, dass Stress individuell empfunden und verarbeitet wird. Fürs eigene Erleben folgten Übungen zum Stressabbau unterschiedlicher Art.

Nach einer „Heißen Pause“ führte Kay die Anwesenden kompetent in die Feinheiten des GUT DRAUF-Bausteins Ernährung ein. Eine Präsentation, aufgelockert durch partizipative Einheiten, bei denen sich die Gruppe zu Schutzfaktoren und Stressfaktoren in Bezug auf Ernährung Gedanken machen konnte.

Am Nachmittag wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Karin mit den Kernelementen der Inszenierung als pädagogische Methode vertraut gemacht, um nach einer gekonnten Einführung durch Kirsten das Gesellenstück anzugehen.

Der Titel „Wir reisen um die Welt“ wurde von den Teilnehmenden sehr schön umgesetzt. Eine gelungene Moderation von zwei Teilnehmerinnen, im norddeutschen Dialekt, erheiterte alle. Zudem garantierte sie den roten Faden und sorgte dafür, dass die Elemente gut zusammengeführt werden konnten. Das Bewegungsteam bezog geschickt die „Wege“ als Bewegung mit ein und bot zwei lustige Spiele für die heitere Reisegesellschaft an. Zwischendurch reichten die selbst ernannten Ernährungsbeauftragten ihre Speisen und Smoothies, gut inszeniert z. B. von „Thor“, sodass jede/r sich gut gesättigt erst in eine phantasievolle Bewegungsmeditation und dann stillen Meditation im Andachtsraum des Gebäudes einlassen konnte. Wieder angekommen in der „Heimat“, durften alle wieder ihre Rollen ablegen, und im Nu war auch alles wieder aufgeräumt und fertig für den nächsten Tag.

3. Tag

Am letzten Tag konnten die Teilnehmenden in ihren Arbeitsgruppen die Vorbereitungen und Durchführung des Gesellenstückes im Fischbowl reflektieren. Alle waren sich einig, dass es sehr viel Spaß gemacht hat, gerade auch durch den „Mut zur Lücke“ und dem einfachen Weglachen von Fehlern bei der Durchführung.

Alle erhielt die Gelegenheit, eigene Projekte für ihre beruflichen Tätigkeitsfelder zu entwickeln, was gerne noch etwas mehr Zeit hätte haben können, da die Teilnehmenden sich sehr intensiv damit beschäftigten. Danach wurden GUT DRAUF im Prozess und die Qualitätsstandards von Barbara vorgestellt. Mit der Option auf weitere Infos durch Barbara vor Ort rückte der Abschluss immer näher, was von ein paar Leuten etwas wehmütig hingenommen wurde. Nachdem die Zertifikate in die richtigen Hände übergeben wurden, bekamen Kirsten, Kay und Karin als Dank noch einen tollen Song von der Gruppe dargeboten.
Fazit: Alle GUT DRAUF im Raume Kiel.
Text & Fotos: Karin Steinert

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