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Drei tage GUT DRAUF in Düsseldorf

Ein guter Plan
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GUT DRAUF-Dips
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GUT DRAUF-Werkzeug
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In einer speziellen GUT DRAUF-Inhouse-Schulung wurden Düsseldorfer Fachkräfte vom 6. bis zum 8. Juni 2016 geschult, um Kinder und Jugendliche mit Freude und Spaß an eine gesunde und nachhaltige Lebensweise, die die Themen Ernährung, Stressregulation und Bewegung positiv besetzt, heranzuführen.

Das Trainerteam André Schier, Pia Maria Schmidt sowie Ina Holschbach konnten zahlreiche Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus den verschiedensten Düsseldorfer Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit herzlich begrüßen.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von kommunalen Präventionsmaßnahmen zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen hatten die Stadt Düsseldorf und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um möglichst viele Düsseldorfer Einrichtungen in der Kinder- und Jugendarbeit nach GUT DRAUF zu qualifizieren.
Zu Beginn der Schulung stellte Ina Holschbach, die Projektreferentin der GUT DRAUF-Gesamtkoordination, das GUT DRAUF-Programm ausführlich vor – im Beisein von Ursula Rau vom Jugendamt der Stadt Düsseldorf (Abteilung Jugendförderung), Burkhard Hintzsche, dem Stadtdirektor der Stadt Düsseldorf, und Stephan Glaremin, dem Abteilungsleiter der Kinder- und Jugendförderung. Prof. Dr. Harald Michels von der Hochschule Düsseldorf informierte während der Schulung über die Möglichkeiten einer Kooperation mit Studierenden der Hochschule und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit.

Die dreitägige Inhouse-Schulung im Düsseldorfer JFE flair.familie – Haus für Kinder, Jugendliche und Familien informierte mit theoretischen und praktischen Inhalten über Entstehung, Inhalte, Strukturen und vor allem die praktische Umsetzung der GUT DRAUF-Aktion als Gesundheitsförderungsprogramm der BZgA für Kinder und Jugendliche.

1. Tag

Die wissenschaftlichen und methodischen Grundlagen von GUT DRAUF, das EBS-Konzept (Ernährung, Bewegung, Stressregulation), die Einschätzung und Bewertung der gesundheitlichen Lage Jugendlicher (Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS, www.kiggs.de), das Konzept der Salutogenese und die Zielgruppe von GUT DRAUF wurden ausführlich und anschaulich dargelegt.

Nach dem Kennenlernen, der Einführung in die Schulung und den theoretischen Inputs zu GUT DRAUF (Was ist GUT DRAUF und wie funktioniert GUT DRAUF?) konnten die Teilnehmenden anhand des Bausteins „Ernährung“ erstmalig GUT DRAUF selbst erleben.
Der erste Tag der Inhouse-Schulung lag somit auf dem EBS-Schwerpunkt „Ernährung“. Mit einzelnen Arbeitsaufträgen zu ausgewählten Themen konnten die zukünftigen GUT DRAUF-Teamer erste theoretische und praktische Erfahrungen sammeln. Abgerundet wurde der Tag mit selbst zubereiteten Dips mit verschiedenen Gemüsesorten.

2. Tag

Am zweiten Tag ging es um die beiden Bausteine „Bewegung“ und „Stressregulation“ und die Methode der Inszenierung von Erlebensangeboten für Kinder und Jugendliche. Vorab gab es Informationen zur Theorie und Praxis in Bewegung und Stressregulation.
Die Teilnehmenden zeigten viel Spaß bei den Bewegungsinputs, wobei die einzelnen Bewegungsaktionen so aufgebaut waren, dass alle problemlos mitmachen konnten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen die Aufgabe, zu den verschiedenen Funktionen von Bewegung selbst Bewegungsspiele und Inputs zu entwickeln.
Das Thema „Stressregulation“ wurde mit einzelnen, interessanten und anschaulichen Präsentationen und Arbeitsaufträgen in Szene gesetzt.

Die Mittagspause wurde gekrönt durch ein hervorragendes und reichhaltiges Buffet. Alle waren aufgefordert, Speisen und Lebensmittel mitzubringen, aus denen in kürzester Zeit ein äußert abwechslungsreiches und schmackhaftes Buffet gezaubert wurde. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank für die leckeren Speisen, die Kreativität und das Engagement aller Beteiligten.

Der Nachmittag stand dann ausschließlich im Zeichen der Praxis, der Inszenierung des sogenannten Gesellenstücks. Alle planten und entwickelten einen GUT DRAUF-Baustein zum Thema – wie kaum anders zu erwarten – „Fußball-Europa-Meisterschaft“. Dabei waren Kreativität, Organisations- und Improvisationstalent, Zeitmanagement und Teamgeist gefragt. Es wurden vier Gruppen gebildet. Ernährung, Bewegung, Stressregulation und aufgrund der großen Anzahl zusätzlich eine Support-Gruppe.
Nach cirka drei Stunden begannen die Spiele, und die „Fußball-EM “ wurde inszeniert und umgesetzt, wobei alle Teilnehmenden sehr viel Spaß hatten, ausgesprochen kreativ und „gut drauf“ waren.

Der Baustein „Bewegung“ begann mit dem Einlauf der „Fußball-Mannschaften“ ins Stadion, unterstützt durch eine gelungene und entsprechende „Stadionhintergrundgeräuschkulisse“. Nach dem Aufwärmtraining und der Bildung der beiden Fußballteams wurde das Spiel angepfiffen. Selbstverständlich wurde das Spiel dahingehend inszeniert, dass die Spielerinnen und Spieler z. B. im „Krebsgang“ spielten. Die beiden Teams gaben alles, aber leider konnte es nur einen Sieger geben.

Der Baustein „Ernährung“ wurde in den Mannschaftspausen umgesetzt. Die Spieler und Spielerinnen konnten sich während der Pause erfrischen. Es standen leckere Snacks und Getränke zur Verfügung. Die Snacks wurden entsprechend den Landesfarben der beteiligten Mannschaften präsentiert.

Im Baustein „Stressregulation“ wurde den Teilnehmenden Entspannung nach dem aufregenden und schweißtreibenden Match angeboten. Bevor sie den Entspannungsraum betreten konnten, wurden sie von einer äußerst charmanten „Französin“ begrüßt. Im Entspannungsraum waren Isomatten ausgelegt, und die Teilnehmenden konnten mit Hilfe einer wunderschönen Phantasiereise ausruhen.

3. Tag

Am dritten und letzten Tag der Inhouse-Schulung wurde die Inszenierung „Fußball-EM“ durch die Teilnehmenden und das Trainerteam reflektiert. Dabei wurde die Umsetzung der Programmbausteine nach den GUT DRAUF-Richtlinien selbstkritisch beurteilt, auch immer im Hinblick auf die Umsetzbarkeit mit Jugendlichen. Anregungen aus verschiedenen Blickwinkeln gaben interessante Impulse für zukünftige eigene GUT DRAUF-Projekte und -Aktionen.
Die Teilnehmemenden hatten abschließend die Möglichkeit, konkrete Schritte und Projekte zur Einführung und Umsetzung von GUT DRAUF-Bausteinen und -Inhalten in ihren eigenen Einrichtungen zu planen. Diese wurden im Plenum präsentiert und ausführlich besprochen.

Ina Holschbach informierte abschließend über die einzelnen Schritte im GUT DRAUF-Prozess bis hin zur Labelung und Zertifizierung der Einrichtungen. Mit vielen neuen Ideen, dem Teamerzertifikat und „gut drauf“ verließen die Teilnehmenden die Inhouse-Schulung.

Wir wünschen allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen viel Spaß und Kreativität bei der Umsetzung von GUT DRAUF-Aktionen. Uns hat es mit euch sehr viel Spaß gemacht.
Wir möchten uns nochmals ganz herzlich bei Ursula Rau von der Abteilung Jugendförderung der Stadt Düsseldorf für ihr Engagement und den Support vor, während und nach der Schulung bedanken.
Pia Maria Schmidt, André Schier und Ina Holschbach

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