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GUT DRAUF-Klinik in Halberstadt

(v. l.) Christiane Brandenburg, CA Dr. Cornelius Presch, Ministerin für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt Frau Dr. Gerlinde Kuppe, Ministerpräsident Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, Beatrice Weiß

Der Kinderklinik des AMEOS Klinikums Halberstadt wurde als erste Klinik Deutschlands das GUT DRAUF-Zertifikat verliehen

Als erstes Krankenhaus erhielt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des AMEOS Klinikums St. Salvator Halberstadt am 6. September 2009 durch den Ministerpräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und die Gesundheits- und Sozialministerin Dr. Gerlinde Kuppe das GUT DRAUF-Zertifikat. Stellvertretend für das Team des Frau-Mutter-Kind-Zentrums nahm Dr. Cornelius Presch diese Auszeichnung und Würdigung für das langjährige Engagement entgegen.

Die bundsweite Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „GUT DRAUF - bewegen, entspannen, essen - aber wie!“ möchte die gesundheitliche Situation von Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren nachhaltig zu verbessern. Im Zentrum steht ein integratives Konzept für Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung.

Dr. Gerlinde Kuppe und CA Dr. Cornelius Presch

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des AMEOS Klinikums St. Salvator Halberstadt ist Partnerin des GUT DRAUF-Netzwerks Sachsen-Anhalt sowie aktive Partnerin des GUT DRAUF-Regionalnetzwerks Harz. Die Klinik hat sämtliche Standards einschließlich Qualitätssicherung für die Zertifizierung als GUT DRAUF-Klinik erfüllt.
Diese umfassen zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche auf den Gebieten „bewegen“, „ernähren“, „entspannen“ - umgesetzt von Fachkräften aus den Bereichen Physiotherapie, Diplom-Sportlehre, Erziehung, Seelsorge, Ernährungsberaterung und vielen anderen sowie der Kinderbibliothek. Die GUT DRAUF-Idee wird im Klinikalltag durch das Pflegepersonal sowie durch das Ärzte-Team den Betroffenen vermittelt.

Der Hintergrund für die Entwicklung dieses Projektes ist der besorgniserregende Gesundheitsstatus von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Über- und auch Untergewicht sind bereits bei Kindern und Jugendlichen in bedeutendem Ausmaß vertreten. So hat in der Altersgruppe der 6- bis 17-Jährigen jeder Dritte ein außerhalb der Norm liegendes Gewicht. Bereits jede dritte Schülerin zwischen 12 und 20 Jahren leidet an Frühformen von Essstörung, bei 14 % dieser Altersgruppe besteht bereits ein sehr hohes Risiko für die Entwicklung einer Magersucht oder Fresssucht. Übergewicht und Adipositas gehören zu den größten gesundheitlichen Problemen im Kindes- und Jugendalter.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind 11 % aller Jungen und Mädchen zwischen 6 und 17 Jahren übergewichtig, 9 % der Jungen und 7 % der Mädchen weisen bereits ein behandlungsbedürftiges Übergewicht auf. Unter anderem kann Übergewichtigkeit als Folge von Bewegungsmangel identifiziert werden. Die verringerte körperliche Aktivität führt darüber hinaus zu Koordinationsschwäche, Haltungsschäden und Herz-Kreislaufbeschwerden. So weisen bereits im Grundschulalter fast 20 % der Jungen und 9 % der Mädchen Koordinationsstörungen auf und 5 % der Kinder zeigen Haltungsschwächen.

Will man diesen Entwicklungen entgegenwirken, so ist dazu ein ganzheitlicher Ansatz in der Gesundheitsförderung notwendig. Mit dem Projekt GUT DRAUF geht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung diesen Weg. Die Verknüpfung der Themen „Ernährung“, „Bewegung“, „Stressbewältigung“ in einem Präventionskonzept stellt den besten Schutz gegen die Entwicklung von Übergewicht dar und hilft zudem bei der Normalisierung des Gewichtes. Eine ausschließliche Ernährungsumstellung hat bei unverändertem Bewegungsmangel im Gegensatz dazu nur geringe Effekte.

Pressemeldung des AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt vom 6.9.2009